Bürger zurückhaltend bei e-Ausweis
[25.10.01] Die finnische Regierung stößt mit dem elektronischen Personalausweis bei den Bürgern auf wenig Interesse.
Der finnischen Regierung, die bislang als Vorreiter in Sachen e-Government in Europa galt, gelang nicht, ihren Bürgern den e-Ausweis schmackhaft zu machen. Der Ausweis zum Preis von umgerechnet 53 Mark, der den Zugang zu e-Bürgerdiensten erleichtern sollte, wurde laut einer offiziellen Studie nur von 10.000 der insgesamt rund fünf Millionen Finnen gekauft. Dies berichtet KableNET. Der ehrgeizige Plan namens "FINEID" war 1996 von einer inter-ministeriellen Arbeitsgruppe gestartet worden. Smart Cards mit Zugang zu einer zentralen Bevölkerungs-Datenbank lagen Anfang 2000 zur Einführung bereit. Die Bürger sollten die Ausweise zur sicheren Kommunikation beziehungsweise Transaktion mit Verwaltungsbehörden einsetzen. Obwohl die Lösung als technisch ausgereift gilt, war das Interesse der Finnen verhalten.

